Sonntag, 14. August 2011

Seminar in Reichelsheim


Hallo ihr Lieben!Nun ist es soweit, ich fahre heute Mittag zu Ronja nach Münster (bei Dieburg) und ab morgen haben wir dann wieder ein Seminar, welches am Freitag endet. Ich bin schon ganz gespannt, wie es den andere so geht und ob sie sich auch so auf das Wiedersehen freuen. Bestimmt sind einige auch schon so nervös wie ich, weil es nur noch 24 Tage bis zu unserem Abflug sind!!!
Zum Seminar: Wir lernen dort immer recht viel und es werden bestimmt wieder ganz viele Informationen auf uns einprasseln;) Dieses mal steht im Vordergrund, dass wir vor allem mehr zur Landeskunde machen, aber auch viel zu den Unterrichtsmethoden lernen. Zum Glück sind auch wieder ein paar von den Rückkehrern dabei, die uns immer ganz toll unterstützen und Mut machen.
Das war's schon für heute, ich muss noch meine Sachen packen!:)

Bis bald und eine schöne Woche! Eure Johanna

Die "Sockenshow" ist vorbereitet.

Montag, 8. August 2011

So langsam wird es heiß!

Ein Blick auf den Kalender verrät: In ziemlich genau einem Monat werden wir das Flugzeug in Chennai verlassen,  aussteigen, vermutlich stickige Luft einatmen, unbekannte Gerüche wahrnehmen und von der Menge der Menschen erschlagen sein. Moment mal- EIN MONAT? Das sind vier Wochen! Dreißig Tage- es ist wohl doch nicht mehr so lange hin.
Doch nach den Gesprächen mit unseren Vorgängerinnen Claudia und Anna sind wir voller Vorfreude und guter Dinge. Den großen Backpackerrucksack haben wir organisiert, die Visa endlich korrekt ausgefüllt und so langsam lichtet sich die Aufgabenliste. In meinem Kopf wiederholt sich das "Ich packe meinen Koffer"- Spiel immer und immer wieder und ich versuche abzuwägen welches meiner mir wichtig scheinenden Gebrauchsgegenständen einen Platz in meinem wertvollen 20 kg- Gepäck verdient hat und welches auf mich warten muss oder durch einen passenden indischen Ersatz abgelöst werden wird.
Ich fange an, mich zu fragen wie wir es eigentlich schaffen sollen Englisch zu unterrichten ohne auch nur ein Wort Tamil zu kennen. Doch dank meiner größtenteils optimistischen Lebenseinstellung verdränge ich diese kleinen Unsicherheiten mit einem bestimmten "Wird schon! Wir machen das!"
Nach dem letzten Vorbereitungsseminar in Deutschland in einer Woche werden wir hoffentlich bestens gerüstet sein für unsere Expedition.
So weit ein kleines Gemüts- Up-Date. Stay tuned!
Heute von Ronja

Dienstag, 19. Juli 2011

Die Spannung steigt

Das sind wir: Johanna und Ronja- frisch gebackene Abiturientinnen, offen für Neues und voller Vorfreude auf Indien.

Wir werden von September diesen Jahres sieben Monate lang in Indien leben, das Land, die Kultur und hoffentlich auch ein wenig die Sprache lernen. Noch ist alles sehr weit weg für uns, doch ein kurzer Blick auf den Kalender verrät uns, dass es schon bald losgeht mit unserem Abenteuer... der 6. September naht.
Wir möchten nicht nur als Touristen dieses außergewöhnliche Land wahrnehmen, sondern über einen längeren Zeitraum mehr erfahren, weshalb wir uns für einen "weltwärts"- Freiwilligendienst entschieden haben. Begleitet werden wir dabei von der Karl-Kübel-Stiftung aus Bensheim, welche jetzt schon die vierte Generation an Freiwilligen nach Indien versendet.
Während unserem ersten viertägigen Vorbereitungsseminar haben wir uns beschnuppert und uns als "zueinander passend" befunden. Wir kannten uns vorher nicht und haben uns nur ein Mal kurz einen Nachmittag lang getroffen.
Auf dem Seminar erfuhren wir über uns, dass wir teilweise sehr verschieden sind: Optimist vs Pessimist und Ordnungsmensch vs Chaosliebhaber. Dennoch glauben wir, dass uns diese Verschiedenheiten mehr stützen als auseinander bringen werden- wir wollen es hoffen ;)

Nun aber mal Genaueres: Wo geht es eigentlich hin?
Wir beide werden in einem Projekt namens REAL leben und dort in den verschiedensten Bereichen unsere Fähigkeiten zu Nutze machen. Der Hauptsitz der indischen Organisation befindet sich in der Stadt Pondicherry in Südindien bei Chennai- dort werden wir allerdings den geringsten Teil unserer Zeit verbringen. Zwei Stunden von Pondicherry liegt das Dorf, dessen Namen wir aufgrund des uns noch unbekannten Wortlauten leider nicht gemerkt haben. Über dieses Dorf an sich wissen wir noch nicht sehr viel- mehr so bald wir aus erster Hand berichten können!

Jetzt aber erst Mal etwas über unsere Projektpartner:
Bei REAL handelt es sich um ein Projekt gegen Kinderarbeit, welches es sich unter Anderem zur Aufgabe gemacht hat, Schulabbrüchen vorzubeugen und interessantere Lehrmethoden zu entwickeln und anzuwenden. Aus diesem Grund werden wir vermutlich größtenteils in der Schule arbeiten. Es gibt dort Kinderparlamente, in denen den Schülern Demokratie näher gebracht werden soll, einen Eco-Club, der sich darum kümmert, den Schülern nachhaltige Landwirtschaft zu erläutern und einen großen Teil sollen auch so genannte "Fallstudien" einnehmen. Dies sind Berichte über Schicksale von Menschen aus dem Dorf, die zum Beispiel durch den Monsun in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Unsere Hauptaufgabe wird jedoch der Englischunterricht sein- sowohl für Schüler als auch für Erwachsene.
Was wir genau dort tun werden kann noch niemand so genau sagen- das wird sich alles vor Ort entscheiden.

So weit erst ein Mal über unsere Pläne und über das, was wir wissen. Der Nächste Eintrag kommt bestimmt!- und dann vielleicht schon mit konkreteren Bildern, Berichten und Erfahrungen.

An dieser Stelle möchten wir besonders schon mal ganz herzlich bei unseren Förderern, Freunden und Verwandten bedanken: Dank Eurer Hilfe ist es uns möglich diese großartige Erfahrung zu machen, ins Ausland zu gehen und euch auch etwas davon mitzugeben. Vielen, vielen Dank auch an alle, die zu Hause auf uns warten, an die Personen die uns vermissen werden, und die wir vor allem vermissen werden. Wir werden oft an euch denken und ihr werdet uns stärken, wenn wir mal einen Tiefschlag erleiden sollten.

Erwartungsvoll und voller Vorfreude,

Johanna und Ronja